III. Sympathie / Gefühl


In vielen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass für das Gelingen einer Therapie vor allem Eines wichtig ist: Die Beziehung zwischen Patient/In und Therapeut/In. Diese hat sich sogar als wichtiger herausgestellt als die Therapierichtungen, mit welcher die Therapeuten arbeiten!

Wenn beim Patient kein Vertrauen entstehen kann, so bleibt die Therapie meist wirkungslos. Dies lässt sich oft schon sehr früh in der Therapie erkennen, in der Regel im Verlauf der ersten 3 Sitzungen.

Patienten können das in der Regel sogar noch besser beurteilen als Therapeuten, schließlich wissen ja die Patienten wie sie sich dem Therapeuten gegenüber fühlen – und auch der beste Therapeut kann keine Gedanken lesen.

 

Sie können sich mit ein paar Fragen nach den ersten Sitzungen klarer werden, ob Sie die Therapie fortführen sollten:

-          Habe ich das Gefühl, dass diese Therapeutin / dieser Therapeut mich bzw. mein Problem versteht?

-          Fühle ich mich dort wohl? Fühle ich mich dort sicher?

-          Habe ich das Gefühl, dass mir dieser Therapeut weiterhelfen kann?

Sollten Sie eine dieser Fragen mit Nein beantworten, empfehle ich Ihnen, dies in der nächsten Sitzung anzusprechen. Reagiert der Therapeut unwirsch, rechthaberisch oder indem er Ihnen die Schuld zuweist, sollten Sie die Therapie besser abbrechen. Geht der Therapeut auf Ihre Fragen und Sorgen auf eine Weise ein, dass Sie sich verstanden, gut informiert und aufgehoben fühlen, ist es sinnvoll, die Therapie fortzuführen.


Die Beziehung zwischen Therapeut und Patient

ist für den Erfolg einer Therapie wichtiger als die verwendete Therapierichtung


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