In vielen Untersuchungen hat sich
gezeigt, dass für das Gelingen einer Therapie vor allem Eines wichtig ist: Die
Beziehung zwischen Patient/In und Therapeut/In. Diese hat sich sogar als
wichtiger herausgestellt als die Therapierichtungen, mit welcher die
Therapeuten arbeiten!
Wenn beim Patient kein Vertrauen
entstehen kann, so bleibt die Therapie meist wirkungslos. Dies lässt sich oft
schon sehr früh in der Therapie erkennen, in der Regel im Verlauf der ersten 3
Sitzungen.
Patienten können das in der Regel
sogar noch besser beurteilen als Therapeuten, schließlich wissen ja die
Patienten wie sie sich dem Therapeuten gegenüber fühlen – und auch der beste
Therapeut kann keine Gedanken lesen.
Sie können sich mit ein paar
Fragen nach den ersten Sitzungen klarer werden, ob Sie die Therapie fortführen
sollten:
-
Habe ich das Gefühl, dass diese Therapeutin / dieser Therapeut
mich bzw. mein Problem versteht?
-
Fühle ich mich dort wohl? Fühle ich mich dort sicher?
-
Habe ich das Gefühl, dass mir dieser Therapeut weiterhelfen
kann?
Sollten Sie eine dieser Fragen mit
Nein beantworten, empfehle ich Ihnen, dies in der nächsten Sitzung
anzusprechen. Reagiert der Therapeut unwirsch, rechthaberisch oder indem er
Ihnen die Schuld zuweist, sollten Sie die Therapie besser abbrechen. Geht der
Therapeut auf Ihre Fragen und Sorgen auf eine Weise ein, dass Sie sich
verstanden, gut informiert und aufgehoben fühlen, ist es sinnvoll, die Therapie
fortzuführen.
Die Beziehung zwischen Therapeut und Patient
ist für den Erfolg einer Therapie wichtiger als die verwendete
Therapierichtung