Was ist „analytische Psychotherapie“ (Psychoanalyse)?
„Analytische Psychotherapie“ ist
der Begriff für eine vom Gesetzgeber anerkannte Form der Psychotherapie, die
aus der Psychoanalyse hervorgegangen ist. (Dies ist nicht mit der
klassischen Psychoanalyse zu verwechseln, die als ein sehr zeitaufwändiges
Verfahren nicht von den Kassen finanziert wird - bis 5 Sitzungen pro Woche.
Die analytische Psychotherapie
konzentriert sich auf das Bewusstmachen unbewusster Konflikte und Motive.
Hierzu wird das Augenmerk häufig auf die Vergangenheit gelegt. Nicht das
Wegtherapieren der belastenden Symptome ist hier das erste und wichtigste Ziel
sondern das Bewusstmachen der zugrundeliegenden Strukturen, Mechanismen oder
Defizite. Zusätzlich nutzen Psychoanalytiker die aktuelle Therapiebeziehung als
diagnostisches und heilendes Element ihrer Therapie. Die Psychoanalyse verfügt
über ein komplexes, sich weiterentwickelndes Theoriengebäude zur Erklärung von
Störungen und Symptomen. Psychotherapeuten mit Zulassung zur analytischen
Psychotherapie haben das größte Zeitkontingent zur Verfügung: Eine Therapie
darf hier bis zu 300 Stunden dauern, was gerade für die Behandlung von Menschen
mit schweren Persönlichkeitsstörungen sinnvoll ist.