Kostenübernahmezusage Ihrer Krankenkasse


 

Gesetzliche Krankenkassen:

Meine Praxis ist im Arztregister der KV eingetragen, verfügt jedoch über keine Zulassung zur gesetzlichen Krankenversorgung (Die KV genehmigt in Oberbayern keine Neuzulassungen mehr, da diese Region „überversorgt“ ist). Das bedeutet, dass ich nicht mit der Krankenkasse abrechne, sondern die Rechnungen direkt an meine Patienten stelle. Wenn Sie eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse anstreben, sollten Sie sich vor Beginn der Therapie um eine Zusage zur Kostenübernahme bemühen. Hierzu wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Krankenkasse und stellen schriftlich einen Antrag auf Kostenübernahme einer Psychotherapie in meiner Praxis. Sie können darauf verweisen, dass ich im Arztregister eingetragen bin. Gegebenenfalls können Sie auf eine besondere Passung zwischen ihrem Problem und meiner Arbeitsweise hinweisen.

Tipp: Häufig geben Krankenkassen nicht sofort eine Zusage, sondern verweisen auf vertragsärztliche Psychotherapeuten. Bestehen Sie darauf, dass Ihnen Verhaltenstherapeuten mit freien Therapieplätzen genannt werden. Falls deren Wartezeit für einen Therapiebeginn zu lang sein sollte, können Sie eine Kostenzusage mit dem Argument verlangen, dass eine derartige Wartezeit unzumutbar ist. In speziellen Fällen kann auch ein Wechsel des Therapeuten unzumutbar sein, etwa wenn kein Beziehungsaufbau gelingt. Eine Bestätigung Ihres Arztes oder eines Facharztes, dass der Beginn einer Psychotherapie ohne Verzögerung notwendig ist, ist häufig sinnvoll. Diese Angaben werden dann vom medizinischen Dienst geprüft und es kann eine Kostenübernahmezusage der Krankenkasse erfolgen.

 

Private Kassen:

In der Regel werden ambulante Psychotherapien durch die private Krankenkasse übernommen. Die Regelungen bezüglich des Umfangs möglicher Psychotherapien (Anzahl möglicher Sitzungen) sind jedoch von Kasse zu Kasse und Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. Lesen Sie daher bitte Ihren Vertrag bzw. erkundigen Sie sich bei Ihrer jeweiligen Krankenkasse. Lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse die Antragsformulare für die Beantragung einer Psychotherapie schicken. Sinnvoll ist in jedem Fall, die Bestimmungen zu lesen, zu denen Sie Ihre Krankenversicherung abgeschlossen haben!

Überprüfen Sie dabei folgendes:

1)                  Umfasst mein Krankenversicherungstarif psychotherapeutische Behandlung?

2)                  Ist die vorherige Beantragung einer psychotherapeutischen Behandlung erforderlich?

3)                  Wenn ja, formlos oder auf einem speziellen Formular?

4)                  Gibt es eine festgelegte Maximalstundenzahl für erstattungsfähige psychotherapeutische Behandlung?

5)                  Wenn ja, wie viele Stunden jährlich? Andere Begrenzungen?

6)                  Wie ist die Erstattungshöhe in meinem Krankenversicherungstarif?

Tipp: Achten Sie darauf, ob Sie beim Abschluss der Versicherung psychische Beschwerden in der Vergangenheit angegeben haben. Sollte das nicht der Fall sein, so kann Ihr Versicherungsschutz in Gefahr sein, falls ein psychotherapeutischer Behandler eine Krankengeschichte zur Begutachtung bei Ihrer Kasse einreicht, in der dieser für die Entstehung Ihrer psychischen Beschwerden einen früheren Zeitpunkt angibt. Besprechen Sie dieses Problem mit Ihrem Psychotherapeuten!